Foxi - Opfer von Hundehändlern
 

 

 

In einer kalten Herbstnacht kam ich in einer Kiste als erster von drei Welpen zur Welt. Es war so kalt und dunkel und ich hatte so Angst. Meine Mama jaulte vor Schmerzen, aber es war keiner da um ihr zu helfen. Sie war bei der ganzen Geburt allein und immer wenn ich vor Angst jaulte, dann leckte sie mir liebevoll das Fell. Sie war ganz dünn und schwach, trotzdem säugte sie uns und gab uns Wärme. Meine Geschwister hörte ich jaulen und wir vier kuschelten uns ganz eng zusammen um uns gegenseitig zu wärmen. Manchmal kam ein Mann und fütterte Mama, sie hatte dann immer Angst und zitterte. Langsam wurde meine Welt heller, aber nicht schöner. Ich sah einen dunklen Stall und viele Holzboxen voller Hunde, manchmal nahm der Mann Hunde mit und dann heulte eine Hündin tagelang. Es wurde immer enger in unser Box und Mama hat nicht mehr genug Milch um uns satt zu bekommen. Mein kleiner Bruder wimmert immer öfter. Heute Morgen war mein Bruder ganz kalt und steif, Mama hat ihn traurig auf Seite geschoben. Dann kam der Mann und hat ihn geholt, wieder nur Hundefutter hat er gesagt. Er macht mir Angst. Aber Mama leckt mich zärtlich. Jetzt gibt es nur noch meine Schwester, mich und Mama. Wir sind grade vier Wochen alt und der Mann kommt mit einem dunklen Sack und steckt meine Schwester und mich hinein. Es ist dunkel, wir haben Angst und ich höre Mama weinen. "Mama, Mama was passiert mit uns?"

Ein heller Raum mit vielen Käfigen. In jedem Käfig sind Tiere Hunde, Vögel Katzen. Meine Schwester und ich werden in einen Käfig gesteckt. Sie hat Angst und zittert so wie ich auch. Wir haben Hunger. Der Mann stellt uns einen Napf mit Wasser und Futter in den Käfig, aber wir haben doch noch keine Zähne. Manchmal kommen Leute und holen uns aus dem Käfig. Manche sind lieb und streicheln uns, doch manche kleinen Menschen sind grob und tun uns weh. Heute Morgen hat meine Schwester nicht mehr gezittert, sie ist ganz ruhig und kalt. Der Mann nimmt sie raus, "Die hat es nicht geschafft, wird Zeit das der andere verkauft wird. Bevor er auch noch stirbt."

Ein kleiner Mensch nimmt mich aus dem Käfig, er ist ganz lieb zu mir und gar nicht grob. Er nimmt mich mit nach Hause. Ich habe jetzt ein Frauchen und ein Herrchen und einen kleinen Freund, er nennt mich Foxi und streichelt mich immer. Jetzt bekomme ich auch weiches Futter was ich kauen kann.  Ich habe ein weiches Bettchen und eine Leine und einen kleinen Ball zum Spielen. Aber spielen ist so anstrengend, ich bin noch so müde. Aber Schwanzwedeln kann ich schon prima und dann freut sich meine Familie so sehr. Ich habe sie so lieb und sie zeigen mir, dass sie mich lieb haben.

Wir gehen zum Tierarzt. Eine Spritze, eine Untersuchung und dann ein Leckerli. Mein Frauchen wird ganz traurig. Na, so schlimm war die Spritze nicht, schau mal ich wedel schon wieder mit dem Schwanz. Jetzt weint Sie und streichelt mich. Was reden die denn da, Herzfehler, Erbkrankheit, Massenzucht, Lebenserwartung ich verstehe das alles nicht.

Wir sind Zuhause und alle schauen mich so komisch an. Es geht mir doch gut ich bin nur so müde. Jetzt bin ich schon fast ein halbes Jahr aber immer noch sehr klein und müde. Ich würde so gerne mit meinen kleinen Freund spielen, aber wenn ich renne bekomme ich keine Luft mehr. Ballspielen können wir schon lange nicht mehr. Mir tut alles so weh. Leben ist so anstrengend und schmerzhaft, aber ich will doch meine Familie glücklich machen also wedel ich mit dem Schwanz auch wenn es mir schlecht geht." Armer Foxi" sagen sie dann und man sollte diesen Tierhändlern das Handwerk legen. Es geht mir immer schlechter und mein kleiner Freund weint. Heute gehen wir zum Tierarzt, dann bekomme ich eine Spritze und meine Schmerzen vergehen. Dann komme ich in den Hundehimmel zu meinen Bruder und meiner Schwester und vielleicht ist meine Mama auch schon da.



In Gedenken an alle Hunde, die die Profitgier vieler Hundehändler nicht überlebt haben.

 

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